
Unberührter Süden
Der dünn besiedelte Süden Tanzanias ist nur am Rande vom Tourismus berührt. Hier finden Sie riesige Gebiete, die noch völlig natürlich in Vegetation und Tierwelt geblieben sind. Auf dieser Tour lernen Sie zwei sehr schöne Regionen entlang der Flüsse Ruaha und Rufiji kennen. Hier gibt es die vielleicht besten Tierbeobachtungsmöglichkeiten der Welt - in völlig ungestörter Umgebung. Ostafrika wie Hemingway es noch kannte.
1. Tag:
Sie werden am Morgen in Dar es Salaam erwartet und checken ein auf dem Flug zum Selous Game Reserve. Anschließend Transfer ins Camp. Ein einfaches, authentisches Camp in wunderschöner Lage oberhalb des Flusses. Hier können Sie an ersten Pirschaktivitäten am Nachmittag teilnehmen. Das Wildreservat Selous erstreckt sich mit über 50.000 km2 über mehrere Regionen Tansanias und ist damit fast so groß wie Irland! Es umfasst damit etwa fünf Prozent des gesamten Staatsgebietes. Es gehört seit 1982 zum UNESCO- Weltnaturerbe und ist das größte kontrollierte Wildschutzgebiet in Afrika. Die Vegetation in dem wenig vom Menschen beeinträchtigten Reservat umfasst mehrere Biome von Dickichten bis offenem, baumbestandenem Grasland. Der Hauptteil entfällt dabei allerdings auf den sog. Miombo-Wald (hauptsächlich Akazien, die in der Trockenzeit ihre Blätter abwerfen). Im Reservat leben zahlreiche Säugetierarten, am eindrucksvollsten sind die Bestände von Elefanten (über 40.000), Geparden, Giraffen, Flusspferden, Büffeln und Krokodilen. Hier haben die scheuen und vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhunde eines ihrer letzten Zufluchtsgebiete gefunden, so dass sie bei Safaris rund um den Tagalala- See regelmäßig zu sehen sind. Insgesamt ist die Wilddichte hier nicht so groß wie in Nordtanzania, aber das Erlebnis oft ungleich stärker, da man hier in wirklich noch nie von Menschen überprägten Landschaften sich befindet und eine beeindruckende Demonstration natürlicher Schönheit erhält. Übernachtung im Camp.
2. + 3. Tag:
Mit jeweils zwei Pirschaktivitäten am Tag und zwischengeschalteten Erholungsphasen verbringen Sie unvergessliche Tage. In den Buschlodges ist selbstverständlich Vollpension eingeschlossen. Übernachtung im Camp.
4. Tag:
Heute früh werden Sie zum Airstrip gebracht und machen einen kurzen, aber unvergesslichen Flug über Afrikas Savannen zum Flughafen nach Ruaha. Von dort werden Sie zum Camp gebracht. Mittags lernen Sie das neue Gebiet bereits bei einer Pirschfahrt kennen. Übernachtung im Camp.
5. + 6. Tag:
Vormittags und nachmittags erfolgen Pirschfahrten im campeigenen, offenen Jeep. Es können auch Ganztagesausflüge arrangiert werden. Im Camp wieder mit Vollpension. Der Ruaha-Nationalpark ist ein großer, in Zentraltanzania gelegener Nationalpark. Er bedeckt eine Fläche von etwa 10.300 km2 und wird in der Größe lediglich vom Serengeti-Nationalpark übertroffen. Der Park befindet sich 128 Kilometer westlich von Iringa und ist Teil eines ausgedehnteren Ökosystems, das auch das Rungwa- und das Usangu- Wildreservat sowie weitere geschützte Gebiete umfasst. Der Ruaha-Nationalpark besteht vornehmlich aus dem für Tanzania charakteristischen, rauen, semi-ariden Buschland, allerdings liegt der Park auf dem Übergang zwischen ostafrikanischer Akaziensavanne und dem Miombo-Waldgürtel des südlichen Afrikas; diesem Umstand verdankt Ruaha auch die große Vielfalt von Antilopen. Auch die Flora des Parks ist durchaus schützenswert, denn hier leben um die 1400 Pflanzenarten - deutlich mehr, als beispielsweise im Serengeti-Nationalpark, wo lediglich 600 vorkommen. Ruaha ist bekannt für seine extraordinär große Elefantenpopulation; aktuell durchstreifen etwa 10.000 Tiere den Park. Ebenso ist der Ruaha- Nationalpark ein wahres Paradies für Ornithologen: Von geschätzten 475 dort lebenden Arten wurden bisher 436 identifiziert. Unter den Standvögeln leben beispielsweise verschiedene Arten von Nashornvögeln, Eisvögeln und Nektarvögeln. Auch viele Zugvögel überwintern im Park; beispielsweise der Weißstorch. Neben weiteren speziellen Tieren, die im Ruaha-Nationalpark leben (Rappenantilope und der hoch bedrohte Afrikanische Wildhund) findet man hier auch viele andere Säuger und Reptilien wie Krokodile, Nilpferde, Leoparden, Geparden, Hyänen, Antilopen, Zebras, Giraffen, Kudus und Löwen. Übernachtung im Camp.
7. Tag:
Auf der Fahrt zum Airstrip pirschen wir noch ein bisschen, bevor Sie dann das Flugzeug besteigen und nach Dar Es Salaam zurückfliegen.
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